Wissenswertes zu Edelmetallen

Informationen rund um Edelmetalle, den Goldankauf und Wertgegenstände

Wissenswertes - Edelmetallglossar

 

 

Edelmetallgehalt

Der Edelmetall- bzw. Feingehalt beschreibt den jeweiligen Anteil an reinem Edelmetall in Legierungen. Die Angabe erfolgt in Promille (Tausendstel). Eine Punzierung von 333 entspricht somit 33,3 % Edelmetallanteil, 585 sind 58,5 % und bei 750er Gold sind es glatte 75 %. Weitere gängige Legierungen finden sie beim Ankaufsrechner.

 

Edelmetallkonto

Ein Edelmetallkonto funktioniert ähnlich wie ein klassisches Bankkonto, nur das hier kein Geldbetrag sondern Edelmetalle gut geschrieben werden. Das Edelmetall wird hier bis zur weiteren Verwendung „geparkt“.

 

Gold

Mit der größte Anteil vom Scheidevolumen entfällt nicht nur auf das Silber, sondern auch auf das Gold, einem gelb glänzenden und dehnbaren Schwermetall. Neben Kupfer ist Gold das einzige farbige Edelmetall. Bei Gold handelt sich um eines der wertvollsten Edelmetalle, das sich besonders durch seine überaus große chemische Beständigkeit auszeichnet und in der Natur am häufigsten in gediegener, d.h. reiner Form vorkommt. Aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit ist Gold also praktisch unangreifbar und kann nicht von Zerfall bedroht werden. Gold fungierte in den vergangen Jahrhunderten stets als gutes Tauschmittel und gleichzeitig als Material zur Schmuckherstellung. Schon zu dieser Zeit verstand man unter dem Begriff „Gold“ etwas äußerst kostbares und besonders wertvolles - Das sehr seltene, schwere Edelmetall als Inbegriff von Macht, Reichtum und Glück, das durch die immense Wertschätzung der Menschen der verschiedensten Kulturen bis heute noch nie an Bedeutung verloren hat.

 

Karat

Man unterscheidet zwischen den normalen Karat (Abk. kt oder C) als Maßeinheit für den Feingehalt von Edelmetallen und dem metrischen Karat als Maßeinheit für die Masse (Gewicht) von Edelsteinen. 24 Karat entsprechen hierbei purem Feingold (mind. 99;9 %). Die Karatangabe ist veraltet und wurde in weiten Teilen der Welt durch die Promilleangabe (siehe Edelmetallgehalt) ersetzt. Bei Schmuck- und Edelsteinen entspricht ein Karat einem Gewicht von 0.2 Gramm.

 

Legierung

Eine Legierung ist ein homogener oder auch heterogener metallischer Werkstoff mit mindestens zwei unterschiedlichen Komponenten. Bei den Komponenten einer Legierung handelt sich um ein Basismetall und die Legierungselemente. Homogene Legierungen bezeichnen hierbei den Prozess, bei dem sich Metalle miteinander vermischen können, die aus einer Phase mit einem einheitlichen Kristallgitter bestehen. Folglich bilden solche Legierungen Metalle mit dem gleichen Gittertyp, einem ähnlichen Atomradius und zugleich einer vergleichbaren Elektronegativität. Kurz: Ein Legierungselement bildet mit einem Grundelement eine feste Lösung. Wenn man von heterogenen Legierungen spricht, sind meist Legierungen gemeint, die im Gegensatz zu den homogenen Legierungen aus einem Metallgefüge bestehen, das sich wiederum aus mehreren metallischen Phasen zusammensetzt. Bei Edelmetallen werden häufig Fremdmetalle zugefügt um die Härte und Abriebfestigkeit zu erhöhen. Die Feingehaltsangabe (Edelmetallgehalt) gibt Auskunft über die enthaltene Menge an Edelmetallen. Wie sich die Elemente in einer Legierung zueinander verhalten und wie sie auf deren Eigenschaften einwirken, ist an folgenden Punkten festzumachen. Ausschlaggebend sind nicht nur Art und Anzahl der Legierungspartner, der Anteil der Elemente an der Legierung, sondern auch ihr Anteil an der Temperatur. Das Ziel dieser besonderen Metallart liegt darin, gegenüber eines reinen Metalls neue und darüber hinaus gleichzeitig auch bessere Eigenschaften zu erhalten.

 

Palladium

Palladium gehört ebenso wie Gold, Silber und Platin zu der Gruppe der Edelmetalle und wurde um 1803 von dem Briten William Hyde Wollaston entdeckt. Im Allgemeinen bezeichnend für Edelmetalle ist die Eigenschaft, dass sie in der Natur meist gediegen vorkommen und an der Luft bei Raumtemperatur kaum oxidieren. Das silbrig weiße Platinmetall, das sich als besonders geeigneter Katalysator zur Beschleunigung von chemischen Reaktionen bewiesen hat und deshalb auch meist in der Chemieindustrie verwendet wird, dient gleichzeitig auch der Schmuckherstellung. Darüber hinaus wird Palladium nicht nur als Anlagemetall in Barrenform genutzt, sondern findet außerdem in der Elektroindustrie Verwendung. Da die primären Lagerstätten von Palladium mittlerweile auf der ganzen Welt fast vollständig ausgenutzt sind, wird es heute überwiegend aus Nickel-und Kupfererzen gewonnen.

 

Platin

Dieses ebenfalls korrosionsbeständige grau-weiße, äußerst edle und teure Schwermetall wird hauptsächlich zur Herstellung von chemischen Geräten und elektrischen Schaltkontakten verwendet und eignet sich aufgrund seiner hohen Haltbarkeit, Anlaufbeständigkeit und seinem seltenen Vorkommen besonders für eine hochwertige Schmuckproduktion. Legiertes Platin, dessen Existenz erstmalig mit der Entdeckung ägyptischer Schmuckstücke aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. bewiesen wurde, weist ebenso wie Platin durch die oben genannte Vielfältigkeit an Stoffeigenschaften eine große Bandbreite an Verwendungsmöglichkeiten auf. So wird Platin beispielsweise als Katalysator, als Teil eines medizinisches Gerätes und wie bereits erwähnt im Bereich der Elektrotechnik gebraucht und lässt sich auch gut zu feinen Drähten und Folien verarbeiten. Das Recycling von Produkten, die Platinanteile enthalten rückt heutzutage immer mehr in den Vordergrund.

 

Preisfixierung

Der Wert von Edelmetallen schwankt ständig mit dem Kursverlauf an den Welthandelsbörsen. Man spricht vom sog. Preisfixing wenn der aktuelle Ankaufskurs fixiert (sprich festgehalten) wird. Nachträgliche Kursänderungen haben nach der Fixierung keinen Einfluss mehr auf den Preis oder die Vergütungssumme.

 

Scheideanstalt

Eine Scheideanstalt recycelt Edelmetalle indem die enthaltenen Legierungsbestandteile mit verschiedenen Verfahren voneinander getrennt werden. Die analysierten Edelmetallanteile werden auf einem Edelmetallkonto gutgeschrieben.

 

Silber

Silber ist ein weiß glänzendes, spiegelndes Edelmetall für das speziell seine enorme Leitfähigkeit für Wärme und Elektrizität charakteristisch sind. Im Gegensatz zum Gold kommt Silber seltener gediegen in der Natur vor, sondern oftmals in Form seiner Sulfide, also den Salzen der Schwefelwasserstoffsäure, in Begleitung von Kupfer, Zink und Blei. Aus diesem Grund galt Silber in der griechischen Antike für eine Zeit lang wertvoller als Gold. Jedoch haben die immensen technischen Fortschritte in dem Bereich des Bergbaus in den vergangen Jahrzehnten zu einer weltweiten Silberförderung- und Verfügbarkeit geführt. Nach Gold ist Silber eines der dehnbarsten Edelmetalle, das hauptsächlich für schmuckartige Gegenstände, Spiegel und Bestecke verwendet wird. Darüber hinaus wird von diesem Metall ebenfalls in der Elektrotechnik Gebrauch gemacht. Silber zählt wie Gold zu einem der wichtigsten Vertreter der Edelmetalle, deren Hauptkennzeichen meist ihre große Korrosionsbeständigkeit ist und die seit Anbeginn der Zeit stets als Zahlungsmittel genutzt wurden.